Grazer Startup trendley bringt Social Shopping nach Österreich

Das erst im Oktober 2012 gegründete Startup trendley (trendley.com) soll ein “Treffpunkt für Trendsetter” in Österreich werden. Das Grazer Gründer-Trio Thomas Kriebernegg, Jürgen Puchta und Ulrich Tesarik verbindet Social Shopping mit einem Online-Modegenerator. Die drei modebewussten Diplomingenieure aggregieren auf trendley über 100.000 Produkte von unterschiedlichen Online-Shops.

trendley: Thomas Kriebernegg, Ulrich Tesarik, Jürgen Puchta

V.l.: DI (FH) Thomas Kriebernegg, DI (FH) Ulrich Tesarik, DI Jürgen
Puchta

 

trendley versteht sich als Inspirationsquelle für modebewusste Leute. Wenn einem Nutzer auf trendley ein Outfit gefällt, gelangt dieser direkt zu den jeweiligen Warenkörben auf den Online-Shops, wo die Artikel herkommen. trendley bietet als Hilfe im Mode-Generator Preisfilter an. Thomas Kriebernegg sieht die Funktion von trendley so: “[Wir] haben … über Möglichkeiten nachgedacht, wie man beraten werden kann, um ein cooles Outfit zu bekommen.” Dass die drei Techniker in den Onlinebereich gehen wollten, “war uns von vorne herein klar”.

Länderspezifische Artikel in DACH

Der “Treffpunkt für Trendsetter” ist im Gegensatz zu anderen Social Shopping-Seiten nicht nur für weibliche Modesuchende gestaltet – auch an Männer richtet sich das Portal. Zu den Mitbewerbern edelight, STYLIGHT und Ladenzeile.de unterscheidet sich trendley im geographischen Fokus, “da wir wirklich Zielland entsprechende Produkte anbieten und nicht nur Produkte aus Deutschland in allen 3 Ländern anbieten.” sagt Thomas Kriebernegg. Momentan liege der Online-Marketing Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz – später sei es “durchaus denkbar”, dass trendley auch in andere europäische Länder expandiere. Und dass Pinterest Inspirationsquelle ist und war streiten sie nicht ab: Von der “grafischen Aufbereitung und der Einfachheit von Pinterest” seien die drei Gründer “erstaunt” gewesen. Weil eine Plattform, die etwas emotionales wie Mode verkaufe, auch selbst emotional ansprechend sein müsse, solle die Gestaltung von trendley “outstanding” sein. Das weitere Augenmerk liege auf Bedienbarkeit, User Experience und einer “große[n], jedoch selektierte[n] Produkt- und Markenvielfalt.”

soziale Mode-Auswahl bei trendley

Im sozialen Stream: Outfits anderer trendley-Nutzer

Die Gründer: Drei modebewusste Diplomingenieure

Die Diplomingenieure von FH Joanneum Graz und TU Wien hinter trendley heißen Thomas Kriebernegg, Jürgen Puchta und Ulrich Tesarik. Sie sagen über sich selbst, dass sie alle drei “sehr modebegeistert sind, jedoch keine Modegurus”. Das Team stellte trendley mit Expertise in E-Commerce und Webtechnologien erfolgreich auf die Beine. Einen privaten Investor konnten die Grazer gleich am Anfang von ihrer Idee überzeugen. Über die Höhe der Investition wollen sie noch keine Auskunft geben. Als Inkubator und physischer Standort dient der Science Park Graz, ein halbzentral gelegener Gründercampus, der unter anderem vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unterstützt wird.

i2b Award

Kurz nach dem Startschuss kürte die Wirtschaftskammer Österreich den Businessplan des Startups mit dem Gesamtsieg beim i2b Businessplan-Wettbewerb 2012. Auch in Zukunft haben die Grazer viel vor: Die jetzt 100.000 Artikel auf trendley sollen bis zu 500.000 werden.

Alle Mobilgeräte unterstützt, volle Funktion ab Tabletgröße

Der Webauftritt passt sich jeder Bildschirmgröße etwas an. Daher könnten Nutzer trendley von allen Mobilgeräten bedienen – mit einer Ausnahme: Der Modegenerator, der mit Drag & Drop funktioniert, habe erst ab Tablet-Größe Sinn. In Zukunft, als “nächsten großen Punkt”, plant trendley native Apps für mobile Plattformen.

Vorstellungsclip: Zwei Wege treffen sich

Auf trendley haben Modefreunde eine Auswahl “so vielseitig wie das Leben”: Die Artikel aus zahlreichen Marken- und Mode-Onlineshops sind im Outfit-Generator aufgreifbar. Insgesamt gibt es 1500 Marken im trendley-Sortiment. Im neuen Vorstellungsvideo sind die zwei Nachtgeschichten eines jungen Manns und einer jungen Frau zu sehen:

 

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