Milliardendeal: Telekom will Scout24-Gruppe an Springer verkaufen

Es könnte der Deal des Jahres in Deutschland werden: Die Deutsche Telekom erwägt offenbar einen Verkauf der Scout-Gruppe an den Axel Springer Verlag. Als Verkaufspreis werden über 1,5 Milliarden Euro genannt.

Portale wie Immonet, Stepstone und Autohaus24 zählen bereits zum Springer-Portfolio. Jetzt könnte noch ein ganz dicker Brocken dazukommen. Laut Medienberichten will Springer die Scout24-Gruppe von der Deutschen Telekom kaufen.  Sollte der Axel Springer Verlag zum Zug kommen, würde im europäischen Rubrikengeschäft ein Riesen-Player entstehen.

 ”Sollte die Scout Gruppe zum Verkauf stehen, wären wir geradezu verpflichtet, uns  das anzuschauen. Ob wir uns auf eine Bewertung einigen könnten, ob wir die Gruppe kaufen würden, ob sie überhaupt zum Verkauf steht, ist aber noch offen,” so Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlags, in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland.

Axel Springer ist auf Einkaufstour. In den vergangen Jahren hat der Berliner Verag das französische Immobilienportal SeLoger, die britische Jobbörse Totaljobs und das belgische Immobilienportal Immoweb.be übernommen und unter dem Dach von Axel Springer Digital Classifieds gebündelt.

Die Münchner Scout24-Gruppe deckt mit ihren Portalen Immobilienscout24, Autoscout24, Friendscout24, Financescout24, Jobscout24 und Travelscout24 die gesamte Wertschöpfungskette im Rubrikengeschäft ab. Die Angebote des Unternehmens, das in 22 Ländern aktiv ist, erzielen laut Unternehmensangaben eine Reichweite von 13 Millionen Unique Usern im Monat.

Sollte der Verkauf platzen, strebe die Telekom einen Börsengang der Tochtergesellschaft an.  Eine Lösung, die in der Scout-Gruppe selbst sicher präferiert wird, bevor eine Private Equity Gesellschaft zum Zug kommt.

 

 

 

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