Code.org: Zuckerberg und Gates warnen vor Programmierer-Mangel

Mark Zuckerberg, Bill Gates und Dutzende weitere Gründer und CEOs der heute global erfolgreichsten Unternehmen haben auf Code.org eine Botschaft: Schüler und Studenten der Welt, lernt zu programmieren. Die Kollektiv-Initiative warnt vor dem Verpassen einer Chance: 2020 soll es in den USA eine Million IT-Jobs geben, für die es keine Bewerber gibt.

Programmieren lernen: Code.org-Mitinitiatior Dropbox-Gründer Drew Houston

“Drew hat Dropbox erfunden. Seine Arbeit macht ihm Spaß und in seinem Büro darf man skaten und schlagzeugspielen.” – Drew Houston ist eines der Testimonials im Code.org-Video. Bildschirmfoto © YouTube/CodeOrg

 

Am Ende dieses Jahrzehnts schätzen die Initiatoren demnach die Anzahl der Arbeitsplätze mit Bedarf an Programmier-Kenntnissen auf 1,4 Millionen. Gleichzeitig werde es aber nur 400.000 Informatik-Studenten geben, wenn das Fach an den Hochschulen mit der derzeitigen Geschwindigtkeit weiterwächst. Darum, also auch der eigenen Karriere wegen, sollten Kinder, Schüler und Studenten programmieren lernen, so die Botschaft von Code.org.

Onlinekurse auf Code.org und Links zu W3Schools & Co.

Die Website der Initiative www.code.org ist zugleich das Zentrum des Coden-Lernens. Tutorials setzen dort die Schwelle zum Einstieg ins Programmieren möglichst nieder: Wenn man im Klartext-Feld links Befehle oder Zahlenwerte löscht und umtippt, verändert sich im rechten Fenster das Resultat.

Anstatt sich aber als Online-Schule zu präsentieren verlinkt Code.org an jeder Ecke zu anderen Online-Code-Schulen weiter. Darunter die W3Schools für Webprogrammierung, Mozilla Thimble und auch die Schulungsvideo-Plattform lynda.com, welche kürzlich das Grazer video2brain schluckte.

Um die Allerjüngsten zum Codeschnuppern zu bringen, schlägt Code.org auch Programmier-Apps vor, bei denen Kinder beispielsweise Befehle als Modul-Blöcke auf dem Smartphone-Bildschirm in die richtige Reihenfolge ziehen müssen.

Videos als Überzeugungshilfe für Lehrerinnen und Lehrer

Wir gehen von keinem Zufall aus, dass die Initiatoren das Testimonial-Video (siehe unten) in drei knapp unterschiedlichen Längen auf YouTube geladen haben. Damit steigt die Chance, dass Lehrende sich dazu entschließen, das Video ihren Klassen vorzuspielen.

Mit schülerischer Nachfrage nach “coding classes”, also Informatik im Lehrplan, will Code.org den Stein nämlich ins Rollen bringen.

Einschlag auch in österreichischen Schulen

Auch an hiesige Schulen richtet sich die Initiative, denn trotz bisherigen Mangels an Übersetzungen von Code.org muss man bei der Registrierung auch das Land (Country) eigeben. Während sich das Video in HTLen bald verbreiten wird, hätten den Anstoß in Österreich vor allem IT-Bildungsferne Gymnasien nötig, bei denen der Informatikunterricht zur Zeit einem ein- bis zweijährigen MS Office-Kurs entspricht.

Eure Meinung: Braucht Österrreich mehr Progammierer-Nachwuchs?

2 Antworten an “Code.org: Zuckerberg und Gates warnen vor Programmierer-Mangel”

  1. A.

    Feb 28. 2013

    Verdienst als Programmierer ist nicht interessant.

    Reply to this comment
    • Michael

      Feb 28. 2013

      Bist du Immobilienmakler oder Crack-Dealer? Ich kenne keinen seriösen Job, bei dem du mit auch nur halbwegs annehmbaren Fähigkeiten so gut verdienst und sicher vor Arbeitslosigkeit bist wie als Programmierer. Na gut, außer vielleicht in den Gegenden, wo eher Bäume fällen angesagt ist…

      Reply to this comment

Stellung nehmen