Staatspreis Multimedia und e-Business 2013 geht an „pimcore“

Das Wirtschaftsministerium hat am Donnerstagabend im Rahmen des e-Day der Wirtschaftskammer Österreich den Staatspreis Multimedia und e-Business 2013 verliehen. Die höchste staatliche Auszeichnung für österreichische IT-Unternehmen ging dieses Jahr an die Salzburger Firma elements. Ihre Open Source-Anwendung „pimcore“ setzte sich gegen fünf weitere Kategorie-Sieger durch. Der Innovationspreis ging an das Projekt „Catrobat“ der TU Graz. LineMetrics aus Niederösterreich erhielt den Förderpreis.

elements gewinnt mit “pimcore” den Staatspreis Multimedia und e-Business 2013.

Staatspreis für Multimedia und e-Business

IT-Firmen und deren Produkte, die sich durch Innovationskraft und besonderer Leistung von der Masse abheben, zeichnet der österreichische Staat alle zwei Jahre mit einer Art nationalem Gütesiegel aus: dem Staatspreis für Multimedia und e-Business. Vergeben wird der Preis seit 1997 in sechs Kategorien an herausragende Multimedia-Produktionen und innovative e-Business-Lösungen.

Inzwischen hat er sich als eine der wichtigsten Auszeichnungen für heimische IT-Firmen etabliert, die nicht nur in Österreich, sondern vor allem auch im Ausland die innovative Leistung der Preisträger betonen soll.

Am Donnerstagabend hat  das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend im Rahmen einer Gala zum Abschluss des e-Day 2013 der Wirtschaftskammer Österreich den diesjährigen Staatspreis Multimedia und e-Business verliehen. Eine internationale, unabhängige Fachjury ermittelte im Vorfeld unter hunderten Einreichungen die besten und innovativsten.

Staatspreis für pimcore

Der Hauptpreis ging dieses Jahr an das Salzburger Unternehmen elements. Deren Open Source-Anwendung pimcore zur Verwaltung und Verknüpfung digitaler Inhalte in Unternehmen überzeugte die Staatspreis-Jury. Mit weltweit 60.000 Installationen und durchschnittlich 25.000 Downloads pro Monat hat sich diese in bereits 18 Sprachen übersetzte Applikation erfolgreich am Markt positioniert. „pimcore belegt in eindrucksvoller Weise, dass Österreich ein hoch konkurrenzfähiger IKT-Standort mit exportfähigen, international anerkannten Produkten ist“, so der Staatspreis-Juror Markus Wagner von i5invest. Neben dem Staatspreis gewann primcore auch in der Kategorie „e-Commerce, m-Commerce, b2b“.

Auszeichnungen für hotelkit und whatchado

Gemeinsam mit pimcore buhlten die weiteren Kategorie-Sieger um den Staatspreis: hotelkit entschied die Kategorie „Tourismus, Gesundheit, Umwelt und Kultur“ für sich. Die Software ist eine Intranetlösung für Hotels. Die Berufs- und Lebensorientierungsplattform whatchado ist Kategorie-Sieger im Bereich „Wissen, Bildung, Nachrichten und Information“. Die Video-Plattform  soll vor allem für Schüler eine Orientierungshilfe für das bevorstehende Berufsleben sein.

Kategorie-Sieger Ludwig und buergermeldungen.com

In der Sparte „Spiele und Unterhaltung“ gewann Ludwig  von Ovos. Das Game ist an den Physik-Lehrplan angelegt und soll Schülern Naturwissenschaft spielerisch vermitteln. Die Plattform für Bürgerkommunikation buergermeldungen.com wurde in der Kategorie „e-Government, Bürgerservice, Linked Open Data“ ausgezeichnet. Die Partizipationsplattform vereinfacht es, Anliegen an zuständige Ämter und Behörden zu übermitteln. Im Bereich „Social Media und e-Marketing“ verlieh die Fachjury dieses Jahr keinen Preis.

Sonderpreise für Catrobat und LineMetrics

Zusätzlich zu den Staatspreisen wurden auch Sonderpreise vergeben: Der Innovationspreis der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) für Prototypen, Pilotprojekte und noch nicht am Markt befindliche Produktionen und Anwendungen ging an das Institut für Softwaretechnologie der Technischen Universität Graz. Ausgezeichnet wurde das Projekt Catrobat, ein Kreativitätswerkzeug für Kinder und Jugendliche.  Mit Lego-artigen, graphischen Blöcken werden dabei Applikationen programmiert, die sofort veröffentlicht und weiterverwendet werden können.

Mit dem Förderpreis der Österreichischen Computergesellschaft für Studierende, Amateure und Erstproduzenten wurde das niederösterreichische Start-up LineMetrics für das gleichnamige Produktionsanalysewerkzeug zur Maschinendatenerfassung ausgezeichnet. Die Jury erkannte in dieser cloud-basierten, kostengünstigen Anwendung zur Auswertung, Visualisierung und Optimierung von Produktionsdaten ein „innovatives, durchdachtes Geschäftsmodell mit hohem Marktpotential“.

 

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