Künstliche Intelligenz aus 204 Perspektiven: Das war Tech Natives #1

Am Montag, 22. April 2013, fand das erste Event der Tech Natives-Reihe in Wien statt. Drei Forscher aus dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (ETH, Imperial College/Goldsmiths, TU Graz) und IBMs CEE-Leiter für Health Care standen auf der Bühne. Mit den vier Speakern und über 200 Gästen gab es auch genug unterschiedliche Auffassungen im Saal, was “künstliche Intelligenz” eigentlich bedeute.

Zum Gesamtapplaus kamen (von links) Franz Wotawa (TU Graz), Fumiya Iida (ETH), Simon Colton (Imperial College, bald Goldsmiths) und Bart de Witte (IBM) nochmals auf die Bühne. © internetszene.at

Angeregte Stimmung im vollen WKO-Saal

Organisator Benjamin Ruschin – manche kennen ihn von der Marketing Natives-Reihe – freute sich bei den Begrüßungsworten über mehr als 200 Gäste im Saal. Der Schwesterveranstaltung Marketing Natives lag Tech Natives also in nichts nach – Schönwetter und etwa geringere Veranstaltungsfreudigkeit als in der Marketing-Branche spürte man nicht.

Die jüngsten im – ohnehin jungen – Publikum waren Gymnasiasten HTLer, denen die Schule die Tech Natives-Mitgliedschaft bezahlt. © internetszene.at

Wotawa: Warum streben die Menschen nach KI?

Als erster Speaker sprach Franz Wotawa klärende Worte: Künstliche Intelligenz (KI, oder englisch AI für artificial intelligence) enstehe bereits quasi als Nebenprodukt aus dem Versuch der Menschen heraus, Intelligenz an sich erklären zu wollen. Historische KI-Manifestationen wie bei Frankenstein, dem Türken oder zuletzt Star Wars bezeugen, dass die Menschen vom Thema KI irgendwie nicht ablassen können.

Colton: Wer ist bei künstlicher Kreativität der Schaffende – der Programmierer?

Simon Colton ging die Sache noch selbstkritischer an. Sein bekanntes Werk Painting Fool ist ein Computerprogramm, welches Kreativität inne hat – oder sehr nahe an sie herankommt. Die Meinung vieler Menschen, Kreativität sei etwas menschenspezifisches, das nie eine Maschine erreichen könne, teilt Colton in gewisser Hinsicht: „Eigentlich ist der Painting Fool nicht KI, sondern eher eine Datenbank an Maltechniken, die mit Gefühlen verschlagwortet sind.“

Colton schilderte ein Projekt einer Studentin: Ein Programm scannt einen Zeitungsartikel und erstellt auf Basis des Inhalts eine Foto-Collage mit Bildern, die es selbstständig aus dem Internet sucht. Die Frage nun lautet: Wer war die Kreative – die Software oder die Studentin?

Pausengespräch: “Professor” Manuel Laber vom Laber’s Lab erklärt Marian den Mikrocontroller Arduino. © internetszene.at

Nächstes Mal: Phänomen Social

Am 3. Juni 2013 folgt das zweite Tech Natives-Event, dann mit dem Thema „Phänomen Social“. Was zeichnet neue Erscheinungen wie Crowdfunding oder sozialmedial organisierte Massenveranstaltungen, Flashmobs und Shitstorms aus?

Wer noch kein Mitglied der Tech Natives ist, kann sich momentan den Pass vergünstigt um 39,00 Euro (statt 59,00) kaufen – dazu mit dem Aktionscode tn13vip registrieren.

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