Outfittery befreit Männer jetzt auch in Österreich vom Shopping

Nie mehr shoppen gehen. Für viele Männer ein Traum. Zwei Ex-Zalando-Frauen haben daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Das Berliner Mode-Startup Outfittery soll die Rettung für jeden Mann sein, der Shopping hasst, keine Zeit oder einfach keinen Stil hat. Das Konzept dahinter: Curated Shopping. Die Plattform ist so erfolgreich, dass sich die Kundenzahl und Mitarbeiter in wenigen Monaten verdoppelt haben. Jetzt startet Outfittery auch in Österreich.

Manche Klischees kommen nicht von ungefähr. Es gibt sie nämlich zuhauf: Männliche Mode-Legastheniker. Sie tragen am liebsten Marken, die sie schon kennen. Modelle, die sie schon oft genug besitzen. In Grau, Blau und Schwarz. Bloß keine modischen Experimente. Und wagen sie doch mal eines, dann passt das Krawattenmuster nicht zum Hemd. In solchen Fällen müssen Profis ran.

Das vor einem Jahr gegründete Berliner Startup Outfittery verspricht, Männern zu stilsicheren Outfits zu verhelfen. Die Personal Shopper von Outfittery nehmen Shopping-Muffel an die Hand auf dem Weg zum Styler jenseits des über die Jahre geübten graublauen Einheitslooks. Dabei gehen sie mit ihnen aber nicht einkaufen, sondern sie übernehmen die Stilberatung. Und das alles online. In Berlin ist das Curated Shopping-Konzept so erfolgreich, dass das Startup in wenigen Monaten seine Kundenzahl und Mitarbeiter verdoppelt hat. Jetzt möchte Outfittery auch in Österreich den Spagat zwischen E-Commerce und persönlicher Beratung schaffen.

„Wir wollen auch in Österreich mit Outfittery die neue Art des Männershoppings etablieren. Das heißt: Die österreichische Männerwelt glücklich machen und vom Shopping befreien. Durch die Weiterempfehlung unserer Kunden haben wir in Deutschalnd ein rasantes Wachstum erfahren. Das wollen wir auch in Österreich erreichen“, erklärt Co-Gründerin Julia Bösch gegenüber internetszene.at.

„Wir haben viele Fans in Österreich, die schon länger auf den Start von Outfittery in Österreich gewartet haben. Nachdem wir Outfittery vor einem Jahr erfolgreich in Deutschland gestartet haben, war jetzt der richtige Zeitpunkt nach Österreich zu gehen“, so Bösch im Gespräch mit internetszene.at weiter über die Expansion.

Extra für Männer: Personal Shopping übers Internet

Die Style-Beratung bei Outfittery beginnt online mit einem Fragebogen: Eher der Business- oder eher der Casual-Typ? Rundhals oder V-Ausschnitt? Haifischkragen, Kent oder Button-down? Fragen, die sich Modemuffel wohl eher selten stellen. Einfacher sind da die Fragen: Audi A4 oder alter Passat? Yacht oder Fahrrad? Ebenso einfach die Eckdaten: Budget, Schuh- und Körpergröße, Gewicht und „Problemzonen“. Einige Fragen und rund 10 Minuten später ist das Mode-Profil online erstellt. Dann gibt es noch einen Telefon-Termin mit der persönlichen Stylistin. Sie fragt nach, was der Herr sucht und ob er ein bisschen Farbe und Muster riskieren möchte. Outfittery stellt dann passende Kombinationen zusammen. Wenige Tage später liefert die Post eine Box mit Outfits, die zu dem Herrn passen sollen. Bezahlen müssen die Kunden nur, was sie behalten wollen.

Österreich als erster Auslandsmarkt

Outfittery zählt nach jüngsten Angaben rund 50.000 Kunden. Der durchschnittliche Wert eines Warenkorbs lag Anfang 2013 bei rund 300 Euro. Österreich ist der erste Auslandsmarkt, in den das Berliner Startup einsteigt. Zugleich kehrt Co-Gründerin Julia Bösch damit auch zu ihren Wurzeln zurück. „Ich bin selbst Österreicherin und darum liegt mir Outfittery.at besonders am Herzen“, erklärt Bösch gegenüber internetszene.at. Finanziert wird das Wachstum aus der jüngsten Finanzierungsrunde, bei der Outfittery ein siebenstelliger Betrag zugeflossen ist. Zuletzt haben sich die Investitionsbank Berlin (IBB) sowie die Wagniskapitalgeber Mangrove Capital Partners und RI Digital Ventures an dem Startup beteiligt. Startinvestoren sind Holtzbrinck Ventures und der High-Tech Gründerfonds (HTGF).

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  1. Werbeplanung.at Summit 13: Gipfeltreffen der Digitalbranche | internetszene.at - 10. Juni 2013

    [...] und Ausland wie ProSiebenSat.1 Games, Red Bull Media House, Russmedia, ORF, RTL group, ambuzzador, outfittery, Blue Yonder, DDB Tribal, Jung von Matt, Ströer Digital Media, Schickler Managementberatung oder [...]

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