Wiener Startup locca gewinnt 30.000 Euro in Berlin

 

Auf der hy!-Konferenz in Berlin siegte bei einem Wettbewerb das Wiener Ortungsstartup locca! (locca.com). Ihr Produkt ist ein mobile Ortungseinheit, die zum Aufspüren von Gegenständen oder Personen dient. Vor einem Expertengremium, zu dem auch YouTube-Gründer Jawed Karim zählte, setzten sich die Wiener gegen Mitpitcher aus Italien, Israel oder der Ukraine durch und sahnten neben 30.000 Euro auch einen Flug nach Silicon Valley und garantierte Medienpräsenz ab.

Julian Breitenecker im Moment der Gewinnerankündigung. Foto ©YT/MorgenpostTV

Die dreitägige hy! Berlin hat heute ihren letzten Tag. 150 geladene Gäste aus der Kreativ-, Technologie- und Medienwirtschaft diente sie als Plattform des Austausches. Deutschlands Hauptstadt, deren Startup-Freundlichkeit derzeit mit Skepsis beobachtet wird, konnte eine euphoriebringende Konferenz wie die hy! sehr gut brauchen.

Axel Springer AG mit 49 Prozent dabei

Am Veranstalter der hy!, hyvent GmbH, ist das Axel Springer-Medienhaus zu 49 Prozent beteiligt. Zusätzlich zum Geldpreis (gestellt vom Inkubator hub:raum der Deutschen Telekom) freut sich locca!-Geschäftsführer Julian Breitenecker also so über gute Presse aus dem Springer-Konzern.

locca! mini gegen Fahrradklau und Schlüsselsuche

Einer der beiden Ortungsprodukte von locca! hat die halbe Größe eines elektronischen Autoschlüssels (“so kurz wie ein Streichholz”). Über AGPS und GSM kann es weltweit gefunden werden. locca! ist mit Telekommunikationsbetreibern in Gesprächen, um auch über Roaminggrenzen hinaus einheitliche Preise anbieten zu können.

locca! phone: Zusammenarbeit mit emporia

Bei der größeren der beiden Varianten tat sich locca! mit dem Linzer Seniorentelefon-Hersteller emporia zusammen. Das locca! phone hat einen Notfallknopf und zwei Kurzwahltasten und kann Sprache annehmen und ausgeben – ein fast vollwertiges Mobiltelefon. Die passive Ortbarkeit wie beim locca! mini bleibt natürlich erhalten – ein WLAN-Modul soll die Präzision zusätzlich verbessern.

Apps fürs Finden und Gefundenwerden

Mit einzelnen Mobilanwendungen können Nutzer am Handybildschirm ihre Wertgegenstände und Angehörige auf einer Karte anzeigen lassen.

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Auch auf die Frage nach der Privatsphäre der Ortbaren hat locca! mit einer App geantwortet: Schulkinder etwa können auf dem Heimweg nachsehen, wer sie gerade ortet. Normales Ergebnis: Das Elternteil, das zu Hause mit dem Essen wartet.

hy!-Mitbewerber: Atooma, Petcube, Vubooo

Vor der Jury hatte locca! es mit kreativer Konkurrenz zu tun: Atooma ist ein wenn-dies-dann-das-artiger Dienst, mit dem Nutzer ihren Handys Aufgaben situationsbedingt automatisieren können (etwa: beim Betreten des Supermarkts Partner SMSen: “Brauchen wir noch was aus dem Supermarkt?”). Petcube kombiniert einen beweglichen Laserpointer mit einer Kamera, um ferngesteuert Haustiere zu unterhalten. Realistisch klangen die Pläne von Vubooo, einer sozialen Austauschplattform für Fußballschauende.

Wie seht ihr locca!s Ortungsprodukte? Wen oder was hättet Ihr gerne immer im Aug?

 

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