J#mes-App: Mitgründer Hubert Hölzl im Interview

Ein Team der FH Salzburg entwickelt mit der JAMES-App einen Datensortierer für jedermann. Die Anwendung holt sich Neuigkeiten von Nachrichtenseiten und sammelt Meldungen aus dem persönlichen Umfeld des Nutzers – und präsentiert ein Konzentrat an Wichtigem. Bald geht die Startnext-Kampagne von JAMES los.

Hubert Hölzl und das James-Logo

Die Raute hat mittlerweile schon das Massenweb erreicht: In den “Chroniken” quer durch das europäische Facebook – bis hinein ins Ü40-Parallelfacebook – taucht der Hashtag als Symbol für das Wort “Thema” oder “hier geht’s grad um” auf. Eine zwölfköpfige Studentengruppe der FH Salzburg störte das nicht und sie machten die Raute gleich zu ihrem Produktlogo.

JAMES, ein Zeitsparer

JAMES oder J#mes (sprich engl. James) ist ein sozialer, schlauer Informationsverwerter. Er schluckt unterschiedliche Informationsströme aus dem Internet und bereitet der Nutzerin und dem Nutzer eine leserliche, inhaltlich nach Relevanz sortierte Seite auf. Darin finden sich vor allem Medien-, Marken- und persönliche Meldungen.

Eigene und fremde Streams einspeisbar

Hubert Hölzl ist zusammen mit fünf Kollegen für das Web Development zuständig – dort fällt am meisten Arbeit an. Im internetszene.at-Gespräch erklärte er, welche Inhalte, Feeds und Netzwerke man in James einspeisen kann:

“BenutzerInnen können derzeit Facebook und Twitter zu James hinzufügen und somit auch Nachrichten aus den persönlichen Streams der sozialen Netzwerke auf James lesen. Beliebige ‘Feeds’ (RSS) können durch die Suche gefunden und hinzugefügt werden. Somit liefert James nur die Artikel, die der User auch wirklich haben will – es kann zum Beispiel nach Themen wie Cocktails, Roboter, Kochen, Webdesign, Fliegendes Spaghettimonster oder Dadaismus gesucht werden – es sind keine Grenzen gesetzt!”

Konkurrenz reicht bis Google

Die Dienste Flipboard, Feedly und Google Currents sind J#mes’ direkte Mitbewerber. Die Art der Dienstleistung ist bei ihnen die selbe wie beim Startup der Salzburger FHler. Doch wie schon zu Zeiten, wo es unter Suchmaschinen noch Wettkampf gab, unterscheidet das, was unter der Haube liegt. Hubert Hölzl führt aus: “Den Sortieralgorithmus um den persönlichen Stream aufzubauen ist unser USP. Desweiteren ist James durch den webbasierten Ansatz auf allen Geräten verfügbar. An einer Mobile Version wird derzeit gearbeitet.”

James-Gruppenfoto, Hubert Hölzl

Das JAMES-Team bei der Preisverleihung des BCCS Awards (Hubert Hölzl 3. v. li.) © JAMES

 

Die intelligente App lernt aus dem Nutzerverhalten und passt die Mischung des Outputs an ihn an. “Basierend auf Aktionen wie lesen, kommentieren, liken, sharen, Re-Tweets, löschen oder Votings”, so Hölzl, werde ein Verhaltens- und Interessensprofil je Nutzer aufgebaut. Neue Nachrichten würden ihm entsprechend in den persönlichen Stream einsortiert.

12-köpfiges Team

Neben Hubert Hölzl sitzt im Team auch Klara Pum, die zuvor in Berlin bei DOJO (McFIT, MTV) war. Insgesamt zeigen sich viele Teammitglieder auch auf offiziellen JAMES-Seiten von ihrer persönlich-professionellen Seite und geben eigene Portfolios an.

Bald auf Startnext

James ist auf der Crowdfunding-Seite startnext.de angemeldet und startet bald seine Kampagne.

 

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