Millionenfinanzierung für Diagnosia: „Google für Ärzte“ expandiert

Das Wiener e-Health-Startup Diagnosia hat in neues Wechselwirkungs-Tool für Ärzte aufgestellt. Für die weitere Produktentwicklung und Expansion erhält Diagnosia neues Kapital in Höhe von mehr als einer Million Euro.

Bei kaum einem Startup passt die Metapher Finanzspritze besser: Mehr als eine Million Euro fließen dem Wiener e-Health- und Software-Unternehmen Diagnosia zu. Unter den Investoren sind  die Österreichsiche Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der heimische Business Angel und ehemalige Pharma-Unternehmer Johann „Hansi“ Hansmann.

Mit der Finanzierungsrunde sind die Weichen in Richtung Ausland gestellt: Diagnosia möchte nicht nur in Österreich Signale im Bereich e-Medikation und mobile Health setzen, sondern in ganz Europa. „Bis Mitte 2014 ist es unser erklärtes Ziel, mit unseren Produkten in weiteren europäischen Ländern präsent zu sein. Unser Fokus liegt jetzt klar auf weiterführender Produktinnovation und fortführender Internationalisierung der Marke Diagnosia“, so Marco Vitula, Geschäftsführer von Diagnosia.

App soll Ärzten Diagnosen erleichtern

Diagnosia entwickelt e-Health-Applikationen. Die Produkte sollen eine schnelle und wissenschaftlich fundierte Grundlage für Entscheidungsprozesse im klinischen Alltag liefern und so die tägliche Arbeit von Ärzten und medizinischen Fachgruppen erleichtern. In den vergangenen zwei Jahren brachte das Startup Diagnosia Index und Diagnosia Checkauf den österreichischen Markt. Beides funktioniert wie eine Art Suchmaschine für Ärzte. Diagnosia Index ist ein Arzneimittelverzeichnis für PC und Smartphones, Diagosia Check ein neues Wechselwirkungstool. Damit können Ärzte Arzneimittelwechselwirkungen durch Eingabe von Wirkstoffen und Präparaten überprüfen, erklärt Lukas Zinnagl, Mediziner und Mitgründer von Diagnosia. Neben dem Interaktionsgrad stehen zu jedem Ergebnis Texte mit Konsequenzen, klinische Empfehlungen, Hintergrundinformationen und eine Referenzliste zur Verfügung, so Zinnagl im Gespräch mit internetszene.at weiter. Die Datenbank umfasse circa fünfmal mehr Daten als ein herkömmliches Krankenhausinformationssystem.

„Als moderner Arzt ist man heutzutage mit einer Fülle an Informationen konfrontiert. Gerade im Bereich Medikamenten-Information und Arzneimittel-Wechselwirkungen ist es für einen Arzt nicht möglich, ständig am aktuellsten Stand zu sein oder über 12.000 potentielle Interaktionspaare im Kopf zu haben. Nun können medizinische Fachkreise auf diese Informationen jederzeit und immer up-to-date direkt am Einsatzort zugreifen. Alles, was sie dazu brauchen ist ein funktionierendes Smartphone oder einen PC“, erklärt Lukas Zinnagl, Mediziner und Mitgründer von Diagnosia.

Keine Kommentare.

Stellung nehmen