Erster offiziell anerkannter Cyborg bei den Tech Natives in Wien

Mit Technik-Implantaten menschliche Sinne erweitern oder gar neue schaffen, Technik zum Anziehen, halb Mensch halb Roboter sein. Klingt nach Science-Fiction, ist aber heute schon Realität. Zum Thema „Mobile, Wearable, Smart Tech“ diskutieren die Tech Natives nächsten Montag in Wien. Unter anderem wird Neil Harbisson als Referent zu Gast sein. Mit einem Gerät in seinem Kopf kann er Farben hören und ist damit der erste offiziell anerkannte Cyborg.

 

Keine Science-Fiction, sondern Realität: Es gibt Menschen, die mit Technik-Implantaten ihre Sinneswahrnehmung verändern. Sie nennen sich Cyborgs. Wer schon immer mal einen echten Cyborg erleben wollte, hat nächsten Montag die Gelegenheit dazu. Beim dritten Event der Tech Natives wird der erste behördlich registrierte Cyborg Neil Harbisson auftreten. Er ist farbenblind und hat deshalb Eyeborg geschaffen, womit der nun Farben hören kann. Was genau es damit auf sich hat und wie es sich als Cyborg so lebt, wird er am 21. Oktober 2013 den Tech Natives in der WKO in Wien erzählen. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Mobile, Wearable, Smart Tech“. Neben Neil Harbisson referieren zu diesem Themenkomplex auch Mark Kramer (Health Tech User, Nomadic Researcher), Melissa Coleman (New Media Artist) und Michael Russold (Program Manager Neurostimulation bei Otto Bock Healthcare). Einlass ist wie immer um 18.30 Uhr, Beginn um 19.00 Uhr. internetszene.at wird als Medienpartner mit dabei sein. Tickets gibt es via Facebook.

Die Speaker

Neil Harbisson ist Künstler, Komponist und Cyborg. Er nimmt die Welt seit seiner Geburt nur in Hell-Dunkel-Kontrasten wahr. Farben sieht er nicht. Achromatopsie heißt diese Störung. Harbisson hat ein Technik-Implantat als Alternative dafür gefunden. Farben sieht er zwar immer noch nicht, aber mit dem Gerät in seinem Kopf kann er Farben nun hören. Er nennt seine Entwicklung Eyeborg und ist damit der erste behördlich registrierte Cyborg. Mit der von ihm gegründeten Cyborg Foundation setzt er sich zusammen mit Forschungseinrichtungen dafür ein, die Sinne des Menschen mithilfe von implantierbarer Technik zu erweitern oder Menschen gleich neue Sinne zu verschaffen.

Melissa Coleman ist New Media Künstlerin, Bloggerin, Dozentin und Kuratorin von internationalen Smart Textiles-Ausstellungen. Sie befasst sich intensiv mit Textilen, die digitale Komponenten haben, mit Technik zum Anziehen also. In Ihren Arbeiten setzt sie sich kritisch mit dem Verhältnis von Körper und Technik auseinander.

Mark A. M. Kramer ist Dozent der FH in Hagenberg, Co-Founder von Mobile Monday Austria, Teil des Razorfish Healthware Teams in Deutschland, in der Mobile Tech-Szene aktiv und nennt sich „Nomadic Researcher“. Ein Schwerpunkt des Wissenschaftlers liegt auf dem Gebiet Mobile Learning. 

Michael Russold ist Spezialist für biomedizinische Technik. Der Österreicher ist bei der Firma Otto Bock in Wien verantwortlich für Forschung und Entwicklung im Bereich der Neurostimulation. In dieser Rolle leitet er sowohl die Entwicklung von Produkten bis zur Marktreife, als auch Forschungsprojekte mit universitären Partnern.

 

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