Vienna Open: Teilen ist angesagt

Teilen ist mega-in. Share Economy heißt das Credo der digitalen und kreativen Avantgarde. Und Wien hat viel Platz für gute Ideen, die geteilt werden wollen. Noch bis Ende des Monats findet das Festival zu Open Source, Shared Economies und der 3. Industriellen Revolution statt: Vienna Open. Wer spannende Vorträge verpasst hat, kann sie als Online-Videos abrufen.

Vienna Open gibt es heuer zum zweiten Mal. Das diesjährige Festival-Motto: We love the machine but hate the factory. Das Gebot der Stunde: Gemeinsam werken und wirken. Dabei steht das Teilen von Ideen und Ressourcen im Vordergrund, um gemeinschaftlich neue Projekte umzusetzen oder Produkte zu entwickeln. Es soll gezeigt und diskutiert werden, wie offene Arbeitsweisen Konversationen erleichtern und Produkte besser machen. Noch bis 31. Oktober 2013 finden Workshops und Vorträge internationaler Speaker statt. Das Festivalzentrum ist der Pop-up-Store NEUBAU in der Wiener Westbahnstraße. Leicht zu finden, weil nicht zu übersehen mit dem schrillen, rot-orange-gelb bemalten Portal. Dort können Besucher unter anderem mit 3 D-Druckern herumspielen.

Offenes Design und Technik-Tüftler 

Beim Vienna Open-Festival geht es aber nicht nur darum, sich mit neuen Produktionsmitteln auseinanderzusetzen, sondern auch um neue Geschäftsmodelle. In Vorträgen ist dabei Open Hardware ebenso ein Thema wie Open Source-Taktiken und der kreative Umgang mit offenen Daten. Einige der Vorträge sind zwar schon über die Bühne gegangen, es sind aber Videos zu den vergangenen Vorträgen seit Festivalbeginn online abrufbar. Mit dabei sind zum Beispiel die Vorträge von Open Source-Aktivist Mirko Boehm und von dem israelischen Vordenker von Open Design Ronen Kadushin. Marleen Stikker spricht über das erste fair produzierte Smartphone, das „Fairphone“. Und die Wiener Software-Entwicklerin Andrea Mayr-Stalder erklärt heute, was passiert, wenn freie Software und Strickmaschine aufeinander treffen.

Geschäftsmodelle und Ideen offen teilen

Spannend dürften auch der Vortrag und Workshop von Lars Zimmermann zum Thema „Open Source Hardware Business Models“ sein. Seinen Workshop wird er in eine Forschungsklasse verwandeln. Anhand eigener oder fiktiver Startups werden Pläne, Szenarien, Fragen und Ideen entwickelt, die die Teilnehmer hinterher selbst offen teilen. Das Ganze findet diesen Freitag statt. Dass das Festivalthema den Nerv der Zeit trifft, zeigt sich darin, dass viele Workshops und Vorträge bereits ausgebucht sind. Wer noch einen Platz ergattern will, muss also schnell sein. Für alle, die leer ausgehen, werden aber im Nachhinein auch Videos der Vorträge ins Netz gestellt.

 

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