Rückzieher: Sankt Onlein wird Mein Online

Sankt Onlein ging 2011 als soziales Netzwerk mit österreichischer Note online. Vom Platzhirsch Facebook wollte das Wiener Unternehmen dahinter Nutzer durch mehr Durchsichtigkeit abwerben und Neulingen sollte der nationale Charakter des Netzwerks Nähe simulieren. Nun tauft sich Sankt Onlein in Mein Online um.

Sankt Onlein wird Mein Online

Sankt Onlein wird Mein Online und lässt die Idee des österreichischen Sprachstils fallen. © Mein Online

 

Einzigartig am sozialen Netzwerk Sankt Onlein (sanktonlein.at) sollten sein: Transparenz (da österreichisches, nicht irisches Recht für die Verwendung von Inhalten gelte) und eine österreichische Note (sprachlich und folglich durch die Herkunft der Community).

Konzepthälfte “Österreichisch” stark gekürzt

Nun machen die Betreiber – lautend auf UGC Gmbh in Wien-Landstraße – einen Rückzieher bei der Hälfte des Konzepts: Die sprachliche und leicht selbstironische Österreichischheit des alten Namens Sankt Onlein geht verloren. Spätestens seit dem Neustart nun im Oktober lassen die Betreiber auch überspitzt österreichischen oder anti-gleichmacherischen Lingo wie “herzeigen” statt “teilen” (im Sinne von: “share contents”) fallen.

Trotzdem weiter auf österreichisch

Weiter soll es trotzdem auf österreichische Weise gehen: Mein Online spezialisiert sich auf den sprachlichen und kulturellen Raum Österreich. Bedeutet konkret: Verglichen mit Facebook schafft es ein “Event: Schmetterlinge: Ausstellung im NÖ. Landesmuseum” eher an die Spitze der Streams.

Mutig ist der Versuch, ein neues soziales Netzwerk aufzubauen, ja seit Anfang der 10er-Jahre per se. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung von Mein Online.

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