Europapremiere des Gestenbands MYO in Wien

In Wien stellten die Gründer von Thalmic Labs letzte Woche eine Weltneuheit vor: Ihr gestenerkennendes Armband MYO schafft es im Gegensatz zu bisherigen Gesternsensoren wie denen aus dem Wii-Repertoire, einzelne Fingerbewegungen zu registrieren.

Thalmic Labs' Europapremiere des MYO in Wien. © Pioneers

Matthew Bailey lässt per Handbewegunng einen Scheinwerfer durch den Saal säbeln – dann wird seine Hand fingerdetailgetreu auf die Leinwand projiziert. © Pioneers

 

Spätestens seit der Konsole Nintendo Wii haben es drahtlose, gestenerkennende Kleingeräte in Herr und Frau Österreichers Stube geschafft. Auch Android- und iOS-Anwendungen, die auf die Beschleunigungssensoren der Smartphones hören, verbessern sich Handygeneration um Handygeneration. Sportarmbändchen wie das FitBit Flex oder das Nike FuelBand sind die direkten Nachfolger der guten alten Schrittzähler – und diesen weit voraus. Jetzt revolutioniert das kanadische Startup Thlamic Labs das Angebot mit einem Armband, das sogar Fingergesten erkennt.

MYO liest Fingerbewegungen am Unterarm ab

Die Idee ist keine neue: Das MYO misst elektrisch in Echtzeit, welche Muskeln im oberen Unterarm wie stark angespannt sind. An dem Punkt, wo das MYO festgeschnallt ist, laufen auch die Muskeln der einzelnen fünf Finger der menschlichen Hand aus. Je nach Kombination weiß so der Prozessor des MYO, ob der Träger zum Beispiel das Victory-Zeichen, die Spider-Man-Geste, den Mittelfinger oder Daumen hoch zeigt.

Europapremiere letzte Woche in Wien

In der aufgeheizten Stimmung gegen Ende des letztwöchigen Pioneers Festivals in der Hofburg demonstrierten die drei Thalmic Labs-Gründer das MYO erstsmals offiziell in Europa. Stephen Lake, Matthew Bailey und Aaron Grant sind allesamt Mechatronik-Absolventen der Universität Waterloo (Kanada). Zwei davon besuchten auch die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich.

Vorbestellung für 149 US-Dollar

Das MYO kann sich auf der Website von Thalmic Labs jeder für 149 US-Dollar (gut 110 Euro) reservieren – geliefert wird Anfang des kommenden Jahres.

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