Bergaffe, das “Schweizer Taschenmesser” für Wintersportler

Am Anfang waren ein Snowboard und eine Sponsionsfeier. Eine Bank wollten sie bauen mit dem Board als Sitz, ohne das Sportgerät zu ruinieren. Aus der Idee zum ultimativen Sponsionsgeschenk wurde schnell mehr: Die Idee zu einem neuen Startup. David Dietrich hat gemeinsam mit der Klagenfurter Industriedesign-Agentur DeWhiteSign aus der Idee eine Firma gemacht. Ihr Name: Bergaffe. Ihre Finanzierung: Crowdfunding.

Wer nicht nur zweimal im Jahr auf Leihskiern herumrutscht, sondern passioniert Wintersport betreibt, weiß, wie viel Equipment man dafür braucht und wie viel zusätzliches Gewicht man auf den Bergen herumschleppt. Endlich weniger Zeug – das wär schon was. Ein neues Klagenfurter Startup meint nun die Lösung dafür gefunden zu haben: ein rotes Aluminiumrohr. Es dient als Schaufel zum Kicker bauen, als Stativ, als Sitzbank, als Garderobe und mehr. Das rote Rohr ist sozusagen ein Schweizer Taschenmesser für Wintersportler. Bergaffe heißt das Startup, das dieses Multifunktionswerkzeug produziert.

Entstanden ist das Ganze Ende 2012. „Alles startete mit dem Wunsch, ein kreatives Geschenk für die Sponsion einer Freundin zu bauen. Aus der angedachten Snowboardbank entwickelte sich sehr schnell das Projekt Bergaffe“, erklärt Bergaffe-Founder David Dietrich. Das Geld dafür sollte vom Schwarm kommen. Seit letzter Woche ist das Kärntner Startup ausfinanziert und hat genug Kapital, um in die Vollen zu gehen. Der schrittweise Marktaufbau beginnt in Österreich, die Expansion soll innerhalb von drei Jahren erfolgen. „Wir sind gerade bei den letzten Korrekturen der Prototypen und sind in den Vorbereitungen für die erste Serie. Auch mit Produkterweiterungen wird bereits begonnen. Auf der wirtschaftlichen Seite starten wir jetzt den Aufbau eines Vertriebsnetzes und sind daher auf der Suche nach Partnern, sowohl personell als auch finanziell“, so Dietrich weiter.     

Wintersport und Lego spielen

Bergaffe ist ein multifunktionales Toolset für Sportbegeisterte, das leicht ist und in jeden Sportrucksack passt. Die Basis ist ein handliches, vielseitig einsetzbares Aluminiumrohr mit einem Schraubsystem. So kann das Rohr mit anderen Rohren beliebig kombiniert werden. Spaß in der Gruppe ist so allenfalls garantiert: Nach dem Prinzip eines Lego-Baukastens können mehrere Sportler zusammen ihre Produkte untereinander kombinieren, um verschiedene Anwendungen untereinander zu ergänzen und so größere Gesamtlösungen zu bauen. Die Macher von Bergaffe stellen sich das so vor: „Zu Beginn des Tages baut man eine Sprungschanze mit Shaper und Schaufel. Anschließend filmt man sich mit einem Ein-Bein-Stativ, Drei-Bein-Stativ und einer Actionkamerahalterung. Am Ende des Tages baut man, mit jeweils denselben Grundelementen eine Sitzbank oder ein Garderobensystem.“Das Ziel von Bergaffe ist klar: Neben dem Fun-Faktor sollen sich Nutzer durch die Kombination der verschiedenen Funktionen Gewicht, Volumen und Kosten sparen. „Unsere Zielgruppe sind passionierte Wintersportler, die eine Affinität zum Filmen, Freeride, Freestyle haben. Wir reagieren damit auch auf den wachsenden Trend, sich bei der Ausübung verschiedener Sportarten selbst zu filmen und das im Netz zur Verfügung zu stellen“, so die Gründer von Bergaffe.

Ein Rohr für das ganze Jahr

Das Tube-Prinzip scheint vielversprechend und variantenreich. Passionierte Wintersportler wissen aber auch, wie sehr sie dabei das Material beanspruchen und dass sie deshalb immer wieder bei hochqualitativen Produkten landen. Liefert Bergaffe als Eines-für-alles-Produkt also die Qualität, die sich Wintersportler bei ausgiebiger Nutzung erwarten?  David Dietrich versichert gegenüber internetszene.at: „Uns ist es wichtig, höchste Qualität aus Österreich zu liefern.“ Die erste Serie komme im März 2014. Für Sport-Enthusiasten soll sukzessive ein Modulsystem für Sommer- und Winteraktivitäten entwickelt werden, so Dietrich weiter.

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