Eversport wehrt sich: Wir wollen das ganze Angebot bündeln

Um Neujahr erschien in diesem Magazin ein Artikel über das Wiener Startup sportle.me. Darin grenzt Gründer Stefan Feirer sein Portal von Konkurrent Eversport ab indem er betont, dass auf seinem Portal nur das sichtbar sei, was auch buchbar sei. Hanno Lippitsch, der Gründer von Eversport, rechtfertigt das.

V.l.n.r.: Emanuel Steininger, Hanno Lippitsch, Andreas Woditschka

Zufällig entstanden in Wien vor einem Dreivierteljahr zwei ähnliche Onlinegründungen: Eversport (eversport.at) und sportle.me. Beide sind Suchmaschinen für Sportanlagen wie Tennishallen oder Volleyballplätze, die Kriterien wie Uhrzeit und Entfernung berücksichtigen. Beide Unternehmen haben eine Wiener Adresse und ein ambitioniertes Team.

Zwei Anbieter, zwei Ansätze

sportle.me-Gründer Stefan Feirer gab in den ersten Tagen dieses Jahres auf internetszene.at ein Interview und verglich sein Portal sportle.me mit Hanno Lippitschs Eversport: sportle.me zeige nicht einfach alle Slots an, sondern nur tatsächlich verfügbare. Darauf reagiert nun Hanno Lippitsch im Gespräch mit internetszene.at: „Bei uns ist die ganze Woche sichtbar. Anbieter stellen nicht nur Randzeiten auf Eversport, sondern die ganze Woche samt den klassischen Lieblingszeiten.“

“Wir wollen das ganze Angebot bündeln.“ Eversport-Gründer Hanno Lippitsch zum Unterschied zu sportle.me

Es sind nicht nur die Zeitfenster, bei denen Eversport nach Vollständigkeit strebt, auch die Sportarten sind umfangreicher: Während sportle.me Anlagen für acht der beliebtesten Sportarten listet, hat Eversport ein Angebot von Dutzenden. Von Aerobic geht es über Boccia und Laser Tag bis Zumba.

„Eversport zeigt zahlreiche Tennis-, Fußball-, Badminton-, Volleyball-, Squash-, Tischtennis-, Golf- und andere Anlagen, insgesamt mehrere Dutzend hunderte.” Hanno Lippitsch

Eversport setzt auf umfangreiche, teils unintelligente Datenbanken: Gezeigt wird alles. „Für den Fall, dass sich jemand fragt, ‚Wo kann ich Tennis spielen und danach wellnessen gehen, während meine Kinder nebenan ein Basketballplatz oder ein Turnraum haben?‘ listen wir Anlagen komplett mit all deren Angeboten auf“, so Lippitsch.

Ehemaliger Volleyballprofi

Hanno Lippitsch war früher Volleyballprofi und steckt hinter den frühen Pizzaportalen my-pizza.at und pizzapoint.at. „Die Idee ist mir schon vor einigen Jahren in Klagenfurt gekommen. Damals hab ich mir gedacht, dass eine Seite fehlt, auf der man alle Möglichkeiten für Sportaktivitäten der Stadt finden kann. Es passiert im Sportbereich so viel, aber die meisten wissen es einfach nicht, weil die Information nur auf der Seite des Anlagenbetreibers zu finden ist. Die ist oft nicht suchmaschinenoptimiert und schwer zu finden.“ erklärt Lippitsch seine Beweggründe.

FH-Umgebung regte an

Zum endgültigen Anstoß kam es aber erst nachdem Hanno Lippitsch die Idee in den Hinterkopf verräumt hatte: „Im Studium auf der FH für Innovationsmanagement wurde Werbung für einen Appwettbewerb gemacht und da ist mir die Idee wieder eingefallen.“ Er habe dann Emanuel Steininger angesprochen, der ebenfalls seit der ersten Stunde an Eversport sitzt.

Darlehen, Büro und 10.000€ so

Das INiTS Universitäre Gründerservice der Universität Wien und der Technischen Universität Wien fördert Eversport mit einem Darlehen, Beratungsleistungen und einem gestellten Büro am Sechshauser Gürtel. Dazu lösen die Jungunternehmer „gerade noch einen Innovationsscheck von der FFG und einen Technologie-Transferscheck vom ZIT ein“, die jeweils 5000 Euro wögen.

Dann sagt Hanno Lippitsch etwas, das in vielen Startups Realität ist. “Den Rest finanzieren wir über die privaten Einlagen und Gehaltsverzicht.”

Keine Kommentare.

Stellung nehmen