Klartext: 11 Fragen an Markus Pichler, Gründer von Alps Ventures und DailyDeal A/CH

Markus Pichler zieht mit MeinKauf derzeit ein Portal für Werbekataloge und Angebotsprospekte in Digitalform auf. Davor baute er erfolgreich DailyDeal Österreich und DailyDeal Schweiz auf, dessen deutsche Mutter zwei Jahre lang Google gehörte. Uns hat Markus Pichler 11 Fragen über Unternehmertum, Erfolg und Digitalwirtschaft beantwortet.

Interview mit Markus Pichler

1. Hallo Markus! Wofür, glaubst du, kennt man dich am besten?

Vermutlich noch als Quereinsteiger,  der direkt aus der Uni heraus DailyDeal – als Teil des Management Teams der Holding – in Österreich und der Schweiz aufgezogen hat.

2. Was muss man tun, damit Google einem seine Unternehmung abkauft?

Hart Arbeiten ;)
Im Endeffekt war es eine optimale Kombination aus Geschäftsmodell, Zeitpunkt und dem Team, das  einfach unglaublich hart gearbeitet hat. Wir wollten die Besten sein und ich denke, dass der Erfolg und der Verkauf an Google das Team in ihrer harten Arbeit bestätigt hat. Es war ein Paradebeispiel für wie weit man es mit einem Top Team und viel Einsatz bringen kann.

3. Was war der Grund für die längste negative Phase, an die du dich in deiner Karriere erinnern kannst?

Ich selbst – ich habe mir zu wenig Zeit für mich selbst genommen, wenig geschlafen, keine Zeit zum  abschalten und reflektieren gelassen. Das macht sich – wenn man es zu intensive betreibt – irgendwann bemerkbar. Jede Medaille hat jedoch zwei Seiten und alles Schlechte auch eine positive Seite. So hat diese Zeit auch viel Erfolg mit sich gebracht. In meiner Tiefphase habe ich viel über mich gelernt und das hat mich persönlich weiter gebracht.

4. Worein würdest du in der Web-Branche auf keinen Fall investieren?

In ein schlechtes Team

5. Sind native Apps nur ein Hype?

“Hype” ist ein sehr strapaziertes Wort. Ich denke jedes System oder Produkt hat einen spezifischen Produktlebenszyklus. Dieser geht erst mal nach oben und dann auch wieder mal nach unten – oder es entwickelt sich weiter und bleibt weiter im Aufwärtstrend.

6. Warum starb StudiVZ?

Ich maße mir hier nicht an darüber Vermutungen anzustellen. Am Ende sind dafür meist sehr viele verschiedene Faktoren verantwortlich und wer weiß wie sich die Firma hinter StudiVZ weiter entwickelt.

7. Bist du lieber in Europa, Asien oder Nordamerika?

Für mich hat jede Region einen einzigartigen Flair und Charakter. Am liebsten bewege ich mich in allen drei. Hier in Österreich ist meine Freundin und meine Familie, also meine Basis und Heimat. Europa bietet eine tolle Lebensqualität und noch immer spannende Märkte, wie zum Beispiel im Bereich des Retail Marketings in dem sich aktuell sehr viel tut. Nordamerika ist mit Silicon Valley die Innovationsmaschine im Web & Mobile Bereich. Asien ein aktuell wahnsinnig spannender Markt in dem sich viel bewegt und viel möglich ist – die Asiaten holen schnell auf.

8. Nachdem du die MeinKauf-Idee hattest und umsetztest, war sie ein Treffer ins Schwarze oder musstest du sie noch zurechtbiegen, damit sie funktionieren würde?

Die Idee um meinKauf birgt ein riesiges Potential: die Digitalisierung eines weltweiten Multi-Milliarden-Euro-Marktes. Wir haben uns schnell entwickelt und sind mittlerweile bereits in 3 Märkten tätig. Momentan arbeiten wir daran das Produkt weiter zu entwickeln und spannende neue Lösungen für Händler, Marken und Konsumenten zur Verfügung zu stellen

9. Wo soll MeinKauf noch hin?

Unser Ziel ist es mittelfristig – in den Märkten in denen wir tätig sind – den Trend im Retail Marketing vorzugeben.

10. Gibst du uns einen kleinen Tipp, in welche Richtung deine übernächste große Sache gehen wird? Etwa eine, die du auf in ein paar Jahren vertagt hast?

Zu Beginn meines Studiums habe ich beim Projekt Project-e mitgearbeitet, welches Freunde von mir aufgezogen haben. Sie haben aus dem Nichts in Äthiopien ein College mit einem dreijährigen Studiengang für Mädchen aus Waisenhäusern geschaffen – das hat mich wahnsinnig fasziniert und ich denke es gibt hier noch viel Potential Menschen zu ermöglichen sich selbst zu helfen.

8. Was sind deine drei Lieblingswebsites?

Techcrunch.com, Mr. Porter und natürlich die meinKauf App :)

Kommentarabgabe beendet.