Andreas Kisslinger baut mit Unterstützung von Stefan Jager, dem ehemaligen Programmierer vom österreichischen Pornoportal Redtube, das christliche Netzwerk cross.tv.

Der Tiroler Andreas Kisslinger ist Geschäftsführer und Chefkoordinator von cross.tv. Einer der 22 Mitarbeiter ist Stefan Jager, der 2008 als Programmierer von der Porno-Videoplattform Redtube zu cross.tv “konvertiert” hat. Gegenüber Wirtschaftsblatt betont Kisslinger: “Für einen Programmierer ist es egal, was als Content nach außen gebracht wird. Der Programmcode schaut immer gleich aus.”

“In zwei bis drei Jahren wollen wir cross.tv an die Nasdaq bringen”, erklärt Andreas Kisslinger, Geschäftsführer von cross.tv dem Wirtschaftsblatt. Der offizielle Firmensitz wurde 2009 von Bratislava nach Charlotte in den USA verlegt. In Wien bleibt ein Büro erhalten, das mit der Gründung 2007 eröffnet wurde. Die Verlagerung in die USA begründet der gläubige Protestant mit der Affinität der Amerikaner via Internet zu religösen Themen. Geld will das Unternehmen künftig vor allem mit Online-Werbung, Video-Streaming-Services und als Portal-Dienstleister verdienen.

DocFinder.at will die Suche nach dem passenden Arzt erleichtern und bietet dazu seinen Nutzern die Möglichkeit, Ärzte zu bewerten und weiter zu empfehlen. Auf die Idee kamen zwei Mitarbeiter von Siemens.

Das Wiener Startup wagt sich an das viel diskutierte Thema “Arztebewertungen” ran. Das Ziel von DocFinder ist es, Ärzte und Patienten miteinander zu vernetzen. Ärzte können sich und ihre Leistungen auf dem Gesundheitsportal präsentieren. Das umfangreiche Ärzteverzeichnis soll Patienten die Suche nach einem passenden Dienstleister ermöglichen.

“Mit DocFinder wollen wir den Patienten österreichweit die Möglichkeit geben von den hohen erfahrungswerten anderer zu profitieren und damit schnell und einfach die passende Arzt zu finden”, so Gerald Timmel, Geschäftsführer von DocFinder.

Beim Patienten-Feedback stehe allerdings die Bewertung der Dienstleistung und nicht die ärztliche Kompetenz im Vordergrund”, so die Macher in ihrer Presseaussendung.

Die DocFinder GmbH wurde 2009 in Wien von Gerald Timmel und Claudio Winkler gegründet. DocFinder verzeichnet laut den Gründern rund 1.100 Besucher pro Tag.

Mit Poken hat das Schweizer Start-Up Poken S. A. bunte Plastikfiguren erfunden, welche die Papiervisitenkarten ablösen sollen. Im Interview mit Tiburan-TV spricht Gründer Stephane Doutriaux über die Idee von Poken, die Zielmärkte und wie das Unternehmen aus Lausanne weiter wachsen soll.

Mit Golfit.at startet diese Woche die erste Golf-Community in Österreich. Die Plattform sammelt umfangreiche Informationen zum Golfsport und vernetzt Golfer in der Community.

“Alles rund ums Golfen!” lautet das vielversprechende Motto von Golfit.at. Um die Gunst der über 100.000 aktiven Golfer in Österreich, die in den 150 Golfclubs des Landes registriert sind, buhlt Golfit.at mit einem Bewertungssystem von Golfclubs, persönlichen Spieler-Statistiken, gepaart mit Community-Features wie zB den Gruppen und Mitglieder-Profilen.

Golfplätze werden von den Nutzern bewertet, sodass neuen Golfern die Wahl für den passenden Golfclub erleichtert werden soll. Mittels Premium-Mitgliedschaften können sich Golfclubs präsentieren und den Golfit.at Mitgliedern Vergünstigungen anbieten.

Angefangen hat alles 2009, als Hans-Peter Manzenreiter das erste Mal einen Golfschläger in den Händen hält. Fasziniert vom Golf-Sport hatte er kurz darauf die Idee zum Aufbau einer eigenen Golf-Plattform. Zusammen mit Sebastian Moser und Sandra Schierz entwickelte dann der Wiener innerhalb von 4 Monaten Golfit.at.

Scoop.at ist eine Social Bookmarking Plattform aus Österreich. Gründer Michael Korbel will mit seinem Dienst verstärkt auf regionale Nachrichten und Web-Inhalte setzen.

Im Sommer 2008 ist Scoop als erste österreichische Community-Zeitung gestartet. Nach dem Vorbild von Digg und den deutschen CopyCats Yigg und Webnews können Nutzer auf Scoop Links zu Nachrichten, Blog-Einträgen und anderen Web-Inhalten posten. Welche Artikel Top oder Flop sind, entscheiden die Nutzer mit ihren Votes.

Als “Scoops” werden in der Mediensprache exklusive Meldung bezeichnet. Solche sollen von der Community der österreichischen Plattform geliefert und bewertet werden. “Wir konzentrieren uns auf die Schaffung eines neutralen, auf der Beteiligung und Zusammenarbeit der Nutzer basierenden Medienprojekts”, so Michael Korbel.

Betreiber von Scoop ist VDI - Verein zur Demokratisierung der Information mit Sitz in Wien. Kommerzielle Absichten verfolgt Scoop laut Michael Korbel nicht. Die Werbeeinnahmen aus den von den Nutzern eingespielten Inhalten werden wieder an die aktiven User ausgeschüttet.

Die 10 Online Trends 2009

14. January 2009

Hansjörg Posch hat 10 Prognosen für das Jahr 2009 als Gastautor für internetszene.at verfasst. Der Gründer des österreichischen Startups tunesBag sieht als große Trends für dieses Jahr u.a. eine Marktbereinigung von Social Networks und eine zunehmende Verschmelzung von TV und Internet.

1. Der Browser wird zur Schaltzentrale und zum Arbeitsplatz
Neue Browser-Versionen (Firefox 3.1 / Internet Explorer 8 ) werden 2009 dafür sorgen, dass sich immer mehr Aufgaben in den Browser verlagern und das Betriebssystem an Bedeutung verliert. Auch Microsoft hat die Zeichen erkannt und wird versuchen mit Online-Versionen von Word, Excel und Powerpoint zu punkten.

2. Internet am Handy startet durch
Mit dem iPhone wurde eine Revolution losgetreten - das Internet am Handy wird 2009 einen neuen Höhenflug erleben. Immer mehr Websiten werden für die kleinen Alleskönner optimiert und bieten flottes Surf-Vergnügen auch unterwegs. Interessant wird sicherlich das Rennen um den gelungensten iPhone - Klon bzw mit welchen Neuerungen Apple aufwarten wird.

3. GPS / Location based services
Inzwischen gehört der GPS-Empfänger bei hochwertigen Geräten zum Standard - damit lassen sich in Zukunft interessante Anwendungen realisieren. Die Bandbreite reicht von Restaurant-Findern über Fun-Anwendungen bis hin zu klassischen Navigations-Lösungen.

4. TV und Internet rücken enger zusammen
Wer heute online Videos und TV-Sendungen sucht wird meist bei YouTube fündig. Dieser Trend wird sich auch im nächsten Jahr fortsetzen und TV-Anbieter werden gut daran tun möglichst viele Angebote auch online zu publizieren wenn sie die junge Zielgruppe erreichen möchten.

5. Man spricht Deutsch, Chinesisch und Französisch
Immer mehr Dienste werden nicht nur auf Englisch sondern in vielen Sprachen angeboten - dadurch werden populäre internationale Dienste auch bei uns schneller eine Verbreitung finden und Möglichkeiten für lokale Nachahmer (”Copycats”) eingeschränkter.

6. Streaming statt Download bei Musik
Nicht mehr Dateien auf der lokalen Festplatte sondern das Internet macht die Musik - Streaming-Dienste wie last.fm oder tunesBag.com werden zunehmend zur Quelle für Musik zu Hause, im Büro und am Handy.

7. Widgets setzen sich durch
Widgets sind kleine Helferlein, die schnell auf der eigenen Website eingebunden sind und populäre Anwendungen direkt einbinden. Die Angebote werden im nächsten Jahr deutlich professioneller werden und sich harmonischer in andere Sites einfügen.

8. Verbesserte Personalisierung
Die verfügbaren Informationen im Internet werden nicht weniger - um das Wesentliche aus der Flut herauszufiltern werden intelligente Personalisierungs- und Empfehlungssysteme immer wichtiger. Im nächsten Jahr werden wir hier einige Neuerungen sehen, die uns helfen den Überblick zu bewahren.

9. Konsolidierung bei Social Networks
Niemand braucht das zehnte Social Network für werdende Mütter - das nächste Jahr wird daher von einer Bereinigung der Anbieter gekennzeichnet sein. Erhalten bleiben uns Massenanbieter wie Facebook oder populäre Nischendienste, die eine spezielle Zielgruppe ansprechen.

10. Revival der kostenpflichtigen Web-Dienste
Die Zurückhaltung bei Investitionen und Werbung erfasst auch das Internet - daher werden Anbieter im nächsten Jahr wieder verstärkt auf kostenpflichtige Premium-Konten setzen. Diese bieten mehr Features, Speicherplatz oder längere Aufbewahrungszeiten an. Entscheidend für die Akzeptanz wird auch weiterhin sein wie einfach der Zahlungsprozess gestaltet ist.

Autor: Hansjörg Posch

meinparlament.at will Wähler und Gewählte unter einen Hut bringen und positioniert sich als politische Diskussionsplattform.

Wenige Wochen vor den Nationalratswahlen in Österreich bekommen Wähler die Gelegenheit, die kandidierenden Politiker auf meinparlament.at zu befragen. Dazu beantworten Nationalratsabgeordnete und bis zur Nationalratswahl alle rund 1.200 Kandidaten auf der neuen österreichischen Politik-Plattform Fragen der Wähler. Jeder Kandidat verfügt über eine eigene Profilseite.

“Mit meinparlament.at wollen wir Politik transparenter machen”, so Peter Merschitz, Mitbegründer von meinparlament.at und Vereinsvorsitzender.

Knapp vier Wochen vor der Wahl haben sich die Kandidaten aller Parteien bereit erklärt, auf meinparlament.at mitzumachen. Die drei Parlamentspräsidenten haben dazu die Schirmherrschaft für die Plattform übernommen

meinparlament.at ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Politik Transparent e.V, welcher von Peter Merschitz und Peter Parycek geführt wird. Die Kosten für das Projekt betragen derzeit 50.000 Euro, insgesamt schätzen sie den Aufwand auf 120.000 bis 150.000 Euro pro Jahr. Bis jetzt übernimmt der Verein die Rechnung selbst, allerdings sollen in Zukunft Spenden Abhilfe verschaffen.

Die österreichische Reise-Community Tripwolf will der “Reiseführer der nächsten Generation” werden. Auf der Plattform finden Reise-Begeisterte Informationen und Tipps zu den Urlaubszielen. Hinter dem Start-Up-Unternehmen mit Sitz in Wien stehen MairDumont und die i5invest.

Bei tripwolf können Reisende einen persönlichen Reiseführer zur Destination ihrer Wahl zusammenstellen und ausdrucken. Während und nach einer Reise dient tripwolf Reisenden zum Erfahrungsaustausch. Der Reiseverlag MairDumont stellt nicht nur Kapital, sondern auch seinen gesamten Content zur Verfügung. Diese Inhalte werden um Reisetipps und Fotos anderer User sowie ein soziales Netzwerk ergänzt. Auch der Business-Inkubator i5invest greift den tripwolf-Gründern mit einer Kapitalspritze unter die Arme. Schon zum Start können tripwolf-Nutzer Informationen zu 200.000 Destinationen, Sehenswürdigkeiten, Hotels und anderen Orten finden.

Die Idee zur Plattform hatten Sebastian Heinzel und Alexander Trieb bereits vor mehreren Jahren. Von der tatsächlichen Konzeption bis zum Launch ist nun ein Jahr vergangen. Tripwolf ist von Beginn an international ausgelegt und startet auf Deutsch und auf Englisch. Das Ziel der Gründer steht fest: “Wir wollen zum führenden europäischen Online-Reiseführer werden”, sagt Gründer Sebastian Heinzel.

Die Tripwolf GesmbH mit Sitz in Wien beschäftigt derzeit etwa zehn Mitarbeiter, darunter einige Programmierer in Budapest und ein Content-Team in New York.

Das Empfehlungsportal Qype geht mit einer länderspezifischen Seite in Österreich online.

Bei Qype empfehlen Nutzer Plätze aller Art. Angefangen von Restaurants und Bars über Shoppingmöglichkeiten bis hin zu Parks und Zoos. Die Leser finden schnell persönliche Empfehlungen und andere nützliche Informationen wie Öffnungszeiten oder Telefonnummern. Jeder kann kostenlos mitmachen und seine Geheimtipps an die Qype-Community weitergeben oder die Bewertungen anderer Mitglieder mit seinen eigenen Erfahrungen bereichern.

„Österreich und die Schweiz sind in diesem Sommer die spannendsten Länder Europas“, begründet Stephan Uhrenbacher, Gründer und Geschäftsführer von Qype, die Offensive in den beiden EURO 2008 Veranstaltungsländern. Wer ohne Computer unterwegs ist, kann Qype trotzdem nutzen. Denn die Informationen sind auch über Handy unter mobile.qype.com abrufbar.

Im Sommer 2006 wurde Qype von Stephan Uhrenbacher gestartet und erreicht derzeit deutlich über 2 Millionen Nutzer und hat mehr als 80.000 Autoren. Qype ist laut eigenen Angaben in Deutschland, Großbritannien und Frankreich Marktführer. In Österreich gehört Tupalo zu den Konkurrenten.

Die Musik-Community Songtexte.com feiert einen umfassenden Relaunch. Die Plattform strahlt in neuem Glanz und bietet viele neue Features zum Entdecken von Musik.

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Songtexte.com hat die Suche nach Lyrics komplett überarbeitet, sodass nun über 220.000 Songtexte aller Genres gefunden werden. Das Musik Mash-Up greift auf den Fundus von lyricwiki zurück. Dabei wurde bei der Entwicklung besonders Wert auf die Einfachheit der Bedienung und die Datenqualität gelegt. Durch die Zusammenarbeit mit Audioscrobbler und musicbrainz steht den Besuchern eine umfangreiche Auswahl an Artists und Songs zur Verfügung.

Als weiteres neues Feature präsentiert Songtexte.com zu jedem Songtext das passende Musik-Video von Youtube. Zudem verfügt jeder Artist über eine eigene Seite mit Beschreibung und Auflistung aller Alben, Fans und vielem mehr. Damit will Songtexte.com eine enge Verknüpfung zwischen Musik und Community herstellen. Passend dazu kann jeder Nutzer ein Profil einrichten, über das mit anderen Musikbegeisterten kommuniziert werden kann. Besonderes Augenmerk liegt darauf auf dem Musikprofil, das den Musikgeschmack des Profilinhabers zeigt. Weitere Kennenlerntreffs sind die Gruppen, die das Forum der alten Seite ersetzt haben.

Songtexte.com ist im Jahr 2001 als Freizeitprojekt von drei Schülern gestartet worden. Von Beginn an wurde auf die Komponenten des Web2.0, wie Profile oder Foren, gesetzt, die der Plattform zu raschem Wachstum verhalfen. Seit 2008 ist die Netdo Establishment mit Sitz in Vaduz neuer Betreiber von Songtexte.com. Finanziert wird der kostenlose Service über Werbung und Provisionen von Verkaufspartnern wie Amazon und iTunes.

Anmerkung: Songtexte.com wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Media-Agentur Molindo GmbH betreut, an der ich beteiligt bin.

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